Reiseberichte und Bilder

Kirschblüte Spezial A-SP 2025

27.03. - 16.04.

21 Tage

Hier präsentieren wir nahezu täglich neue Fotos und Reiseberichte unserer Reise.


Tag 21:

Mi 16.04.

Haneda-München

 

 



Tag 20:

Di 15.04.

Tokio



Tag 19:

Mo 14.04.

 Aoki-Mura



Tag 18:

So 13.04.

 Aoki-Mura



Tag 17:

Sa 12.04.
Osaka


Tag 16:

Fr 11.04.

Osaka



Tag 15:

Do 10.04.

Osaka 



Tag 14:

Mi 09.04.

Osaka



Tag 13:

Di 08.04.

 Hiroshima



Tag 12:

Mo 07.04.

Hiroshima



Tag 11:

So 06.04.

Hiroshima

 



Tag 10:

Sa 05.04.

Kagoshima



Tag 9:

Fr 04.04.

Kagoshima



Tag 8:

Do 03.04.

 Ibusuki



Tag 7:

Mi 02.04.

Ibusuki

Tag 7.

 

An diesem Morgen an Tag 7 mussten wir uns alle etwas früher aus dem Bett zwingen. Der Grund: wir wollten Kagoshima vorerst den Rücken kehren, um einen kleinen Aufenthalt nach Ibusuki zu unternehmen. Dort sollten wir unsere nächsten zwei Nächte verbringen.

 

 

 

Zum Frühstück gab es wieder eine verrückte Melange an allerlei Leckereien. Besonders angetan hat es Einigen in der Gruppe eine mysteriöse Frucht. Wie eine Kartoffel mit leichtem Pfirsichgescmack kamen die wildesten Spekulationen zustande. Von Süßkartoffel über Kaki bis hin zu Momo (japanisch wortwörtlich für Pfirsich) war alles dabei.

 

 

 

Nach unserem Frühstück machten wir uns gegen 8:30 Uhr mit leichten Gepäck auf zum Bahnhof Kagoshima. Da wir nach Ibusuki nach Kagoshima zurückkehren werden, konnten wir ein Großteil unseres Hab und Guts ím Hotel lassen.

 

 

 

Am Bahnhof angekommen hatten wir noch ein gutes halbes Stündchen Zeit um uns mit Snacks einzudecken. Der Grund: am Mittag würden wir in Ibusuki nur im Hotel einkaufen können. Und dort wäre es laut Koyama-san weitaus teurer als in Kagoshima.

 

Noch voll gefuttert vom Frühstück, war das keine leichte Aufgabe. Ich konnte mich selbst nur dazu überreden, bei einem Onigiri sowie einer kleinen Portion Fleischklößchen zu zugreifen.

 

Als die Zeit reif war, sind wir mithilfe eines kleinen Papierschnippsels, der sich als Ticket identifitizierte, durch eine Schranke.

 

Am Bahnhof fuhr ein ein Zug ein, der zunächst gefühlt den kompletten Wagon voll Menschen ausspuckte. Kein Wunder, da Kagoshima City die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur ist. Zum Glück für uns, da wir so unseren Sitzplatz retten konnten, den wir für die nächsten etwa 75 Minuten nicht mehr hergeben wollten.

 

 

 

Koyama-san hatte uns vorgewarnt, doch jetzt merkten wir es am eigenen Leib: der Zug war alt bis antik. Entsprechend ruckelig war die Fahrt. Als so die Landschaft an uns vorbeizog, schaukelte einige - mich einbegriffen - der Zug in den Schlaf. So ging die Zeit schneller um, als gedacht.

 

 

 

Als wir letztlich in Ibusuki ankamen, dudelte eine hawaiianisch anmutende Musik durch den Bahnhof. Da Strandfeeling war somit auch akustisch gegeben. Das die Sonne nicht wie verrückt bei blauem Himmel auf uns herunter brutzelte schien auf den ersten Blick die perfekte Idylle zu trüben. Später sollte sich aber noch herausstellen, dass dieser Umstand einigen von uns sogar in die Karten spielte.

 

 

 

Als nächstes ging es mit dem hoteleigenen Shuttle-Bus etwa 10 bis 20 Minuten weiter zum Hotel. Während der Fahrt wurde die Umgebung stetig ländlicher.

 

 

 

Das Hotel und die Umgebung selbst stand im absoluten Kontrast zum bisher erlebten. Wir sahen keinen anderen Menschen mehr außer das Hotel Personal. Es gab keinen hektischen Straßenverkehr. Und die Betonebene mit ihren Stahltitanen war nun einer Grünfläche mit Meereszugang gewichen.

 

 

 

Wir warfen kurz unser Gepäck ab, um zum nächsten Tagesordnungspunkt zu springen: die (freiwillige) Besteigung des Uomidake, dem nahegelegenen Berg.

 

Nur genug zu Trinken und die morgens gekauften Snacks im Gepäck, machten sich der Großteil der Gruppe und ich zusammen auf zum Berg.

 

 

 

Nachdem wir ein gutes Stück entlang der Landstraße gewatschelt sind und dabei an einem Denkmal für die ehemalige Gedenkstätte für den Luftstützpunkt in Ibusuki  vorbeikamen, bogen wir in ein kleines Dorf ein. Naja, vielleicht war es kein Dorf, sondern eher eine Art Laubenpieperkolonie. Viele nicht mehr bewohnte und teilweise verfallene Häuser reihten sich nacheinander. Zwischendrin glänzten immer wieder ein paar sehr moderne und hübsche neugebaute Einfamilienhäusern, die etwas deplatziert wirkten. Allerdings passt das Bild ganz gut nach Gesamtjapan, wo nicht nur Moderne und Tradition aufeinander treffen, sondern auch eine komplett wilde, historisch gewachsene Architektur vorzufinden ist.

 

 

 

Am Ende des Dorfes began der eigentliche Pfad zur Spitze des Bergs. Es galt auf etwa 1.5km Länge 200m Höhenunterschied zu überwinden. Entsprechend steil war der Aufstieg. Jeder schritt hierbei in seinem Tempo voran, um an einzelne Punkten immer wieder Halt zu machen und auf die Gruppe zu warten.

 

Ich hielt mich aufgrund meiner gesundheitlicher Beeinträchtigung an Koyama-san, der auch entspannt, aber stetig weiterschritt. Nach etwa 500m verließ mich die Kraft und ich kehrte um. Gerade mal 20 Meter zurück schrieb mir Marco, dass nicht weit weg eine Bank mit Aussicht sei. Davon beflügelt kämpfte ich mich doch noch etwas den Berg hinauf, nur um zu sehen, dass sich die Bank tatsächlich direkt um die nächste Ecke befand.

 

 

 

Dort rastete ich und beschloss auf die Rückkehr der Gruppe, die weiter den Aufstieg wagte, zu warten. Ich trank ein paar Schlücke, genoß die schon jetzt wunderbare Aussicht auf das offene Meer und das kleine Dorf und aß meinen gekauften Onigiri. Diese sind übrigens genauso eingepackt wie die in Deutschland Erhältlichen. Entsprechend unmöglich war es für mich, den Onigiri so auszupacken, wie vom Erfinder vorgesehen. Das Resultat war, dass ich den Reis und die Füllung separat vom Seetangblatt aß. Das Tat dem Geschmack und dem Sättigungsgefühl jedoch keinen Abbruch.

 

 

 

Als ich den letzten Bissen herunterschluckte, merkte ich wie dieser in Zusammenarbeit mit der zuckerhaltigen Cola Wunder wirkte und meine Kraftreserveren wieder auffüllte.

 

Ich war aufeinmal wieder topfit und spürte, dass der Aufstieg des Bergs kein körperliches Problem, sondern ein Geistiges war.

 

So dermaßen motiviert flogen meine Füße nur so über den Boden. Zumindest für 50 Meter. Danach kickte wieder die Ernüchterung und die Füße wurden schwerer.

 

Ich schaute auf Google Maps, und als ich erblickte, wie weit ich schon war und wie weit es noch wäre, sprach ich mir selber Mut zu. Und so ging es einen kleinen Schritt nach dem anderen weiter vorwärts.

 

Tatsächlich erreichte ich irgendwann mit nassem T-Shirt und glänzender Stirn die Spitze des Bergs, wo die Gruppe wartete. Ich voller Stolz und Koyama und Marco voller Unglaube konnten die Situation schwerlich realisieren.

 

Ich genoß mit den anderen die traumhafte Aussicht, bevor es wieder, weitaus weniger anstrengend, zurück ging.

 

 

 

Auf dem Weg zurück entschied sich ein Teil der Gruppe aufgrund der Ebbe über eine Sandbank zu einer kleinen nahegelegenen Insel zu gehen. Für mich war das aber nichts. Ich war bereits ausreichend bedient.

 

 

 

Wieder im Hotel konnten wir dann auch recht bald einchecken. Einige von uns mit rotem Nacken oder gar anderen Körperstellen: denn trotz der zuückhaltenden Sonne war die Strahlung sehr intensiv. Und so war klar: zum Glück schien die Sonne nicht auf voller Stufe. Das Einchecken fand außerplanmäßig ohne Koyama-san statt, da er die Meeresüberquerer nicht alleine lassen wollte und diese begleitete. Wir bezogen unsere Zimmer und entschlossen uns, das hoteleigene Onsen zu besuchen.

 

Da so ein Onsen rituellen Handlungen unterliegt, taten wir uns als Grüppchen zusammen. Marco und ich kannten uns schon etwas aus und konnten so  ein paar Tipps bezüglich des Verhaltens im Onsen geben.

 

Das Onsen selbst war sehr schön angelegt mit einem Innen- und einem Außenbecken.

 

Wir wuschen uns also als erstes, bevor wir dann die beiden Becken ausprobierten. Danach zogen wir uns wieder um und wollten gerade auf unsere Zimmer zurück, als der verloren geglaubte Koyama-san mit Kamera auftauchte, um ein Bild von uns zu schießen. In dem Fall leider etwas zu spät. Glücklicherweise haben wir aber ja noch ein Tag, an dem wir das nach holen können.

 

 

 

Wir entspannten etwas auf unseren Zimmern, bevor wir danach - einige im Leihyukata - zum Abendbrot schritten. Über zwei Tischreihen verteilt aßen und tranken wir zusammen. Es gab neben einem reichhaltigen Buffet bereits am Platz vorhandene Speisen. Lokale Spezialitäten, die am Platz erst gekocht wurden, über Sashimi und andere Leckereien blieben keine Wünsche offen. Im Gegensatz zur Mittagszeit sahen wir nun auch viele andere japanische Gäste. Das Hotel schien also doch recht gut besucht.

 

 

 

Nach dem leckeren Essen ging es in den Nachbarraum, um dort in geselliger Runde den Abend ausklingen zu lassen.

 

Mit reichlich Bier und einer großen Flaschen Shochu, von Koyama spendiert, wurde die Laune lustiger und lustige. Koyama-san wusste, wie er uns mit Geschichten auf fast 40 Jahren Japanreisen begeistern konnte.

 

Und so verging die Zeit wie im Flug bevor dann sich alle mehr oder weniger nüchtern in die mittlerweile vom Personal eingerichteten Bodenbetten auf den Zimmern legten. So ein Futon-Bett besteht traditionelle aus einer sehr gemütlichen Matratze auf dem Tatami-Boden. Dazu Decke und Kissen und dem wohligen Einlümmeln steht nichts im Weg.

 

 

 

Während ich noch diesen Bericht zu Ende schrieb, konnten wir ein anderes japanisches Naturphänomen erleben. So ruckelte und wackelte es etwa 5 bis 10 Sekunden lang im Hotel . Der Grund: ein Erdbeben der Stufe 3 mit einer Magnitude von 6 etwa 10 bis 20km entfernt von der Südostküste Japans. Auch wenn es in gewisser Weise faszinierend und sogar gemütlich anmutete - immerhin erinnerte es an das einschläfernde Schaukeln der morgendlichen Zugfahrt: ein stärkeres Erdbeben ist nichts, was man erleben möchte. Speziell so dicht am Meer, wird einem mulmig zu mute. Glücklicherweise verzeichnete das Erdbeben-Radar keine Tsunami-Bedrohung, weshalb ich doch gut ins Bett kam.

 

 

 

Jonas W. aus Zossen (3. Mal dabei)

 

 



Tag 6:

Di 01.04.

 Kagoshima

Tag 6.

Der erste Morgen in Kagoshima beginnt entspannt. Das Treffen ist für 10 Uhr geplant. So bleibt genug Zeit für die Morgenroutine und das Frühstück. Anders als erhofft ist es heute erneut regnerisch und kalt. Das hält uns jedoch nicht davon ab, mit Koyama-san einen Bummel durch die Stadt zu unternehmen.

Durch die nahe gelegene Einkaufsmeile führte uns der Weg zum Terukuni-Schrein. Auf dem Weg begegneten uns einige Statuen wichtiger Persönlichkeiten der Stadt aus der Epoche der Meiji-Restauration, welche die Öffnung Japans gegenüber dem Westen voranbrachten. Dem Feudalfürsten Nariakira Shimazu zu Ehren wurde zudem ein Schrein geweiht. Dieser hatte im 19. Jahrhundert den Schiffbau eingeführt und die erste moderne Fabrik in Japan errichtet, was der Stadt zu bemerkenswerten Wohlstand verhalf.

 

Das Wetter besserte sich inzwischen nicht merklich. Trotzdem bestiegen wir gemeinsam die Anhöhe gleich hinter dem Schrein. Glücklicherweise ist der Weg hinauf gut befestigt. Dennoch war der 1,5km lange Aufstieg, bei dem ca. 100 Höhenmeter zu erklimmen sind, eine kleine Herausforderung. Oben vom Aussichtspunkt, hat man einen guten Blick auf die Stadt und den Vulkan, welcher die Nachbarinsel Sakurajima bildet. Leider blieb Blick auf jene Insel wegen des Wetters im Nebel verborgen. Bei Sonnenschein und blauen Himmel muss die Aussicht jedoch atemberaubend sein.

 

Zurück in der Einkaufsmeile endete für heute das offizielle Koyama-Programm. Die Reisegruppe teilte sich auf, um den Nachmittag auf eigene Faust zu gestalten. Gemeinsam mit einem Teil der Gruppe suchten Jonas und ich ein nahes lokal zum Mittagessen auf. Wie sich schnell herausstellte, handelte sich hierbei um ein Izakaya mit Mittagsangebot. Die Karte ist ausschließlich auf japanisch gehalten. Das Lunchmenü ist aber bebildert, sodass die Auswahl nicht schwer fällt. Der Fisch wird vom Koch selbst im Meer gefangen und über glühenden Kohlen frisch zubereitet.

 

Nach einem hervorragendem Mittagessen machten wir uns auf zum städtischen Aquarium. Eine gute Idee bei den aktuellen Wetterverhältnissen. Es gab viele interessante Fische zu sehen, darunter ein kleiner Wahlhai. Auch der Lebensraum der Kagoschima-Bucht wird den Besuchern nahegebracht.

 

Nach diesem Besuch gingen alle Parteien ihrer eigenen Wege. Jonas und ich machten einen kurzen Stopp im Hotel, bevor wir einen nahe gelegenen Sento (öffentliches Badehaus) aufsuchten. Nach dem entspannenden Bad im warmen Wasser organisierten wir uns auf dem Rückweg noch ein schnelles Abendessen aus einem Konbini. In der Hotellobby steht eine Mikrowelle bereit, die Mahlzeit zu erwärmen. Zu zweit ließen wir beim Essen in der Lobby den Tag ausklingen und schwelgten in Erinnerungen unserer vergangenen Koyama-Reisen 2015 und 2019.

 

Marco R. aus Zossen



Tag 5:

Mo 31.03.

 Kagoshima

Heute am 5. Tag unserer Reise stand der Inlandsflug nach Kagoshima an. Pünktlich um 10 Uhr haben wir das Hotel verlassen und sind mit unseren Koffern zur U-Bahn-Station gerollt. Am Bahnsteig angekommen hat uns Koyama-san unseren Gruppen nach auf verschiedene Waggons verteilt (falls die U-Bahn voll ist) und uns an den Türen anstehen lassen. Verwirrung gab es dann allerdings, als die erste U-Bahn ankam: Einsteigen? Nicht einsteigen? Schnell wieder aussteigen! Mit Koyama-san bleibt man immer auf Trab, sowohl körperlich als auch geistig :) 

Mit der Express U-Bahn ging es dann zur Haltestelle Flughafen Haneda Terminal 1 und 2. Zum Check-In hat uns Koyama-san unsere QR-Codes gegeben. Mit denen sind wir zu den Automaten gegangen. Kurze Einweisung und danach konnte jeder selber an den Maschinen einchecken. Auch die Gepäckabgabe erfolgte an automatischen Drop Offs, die aber nicht immer das machten, was sie eigentlich sollten. 
Schnell durch den Security Check, dann das Gate suchen, aber vorher noch viel wichtiger: was zum Essen suchen. in einem kleinen Lädchen im Flughafen ist jeder fündig geworden. Es gab dort eine Auswahl an verschiedenen Bento, leckere Süßigkeiten und Getränke. Bis zum Boarding war noch gut eine Stunde Zeit, also haben wir es uns an den Fensterplätzen am Gate gemütlich gemacht und die zuvor erwähnten Snacks fast schon in Lounge-ähnlicher Atmosphäre gegönnt. Das Boarding verlief reibungslos und an Bord der Maschine des Fluges JAL 649 war ich doch sehr überrascht, wie viel Beinfreiheit die Economy Class einem bietet.
Der Flug selbst nach Kagoshima war sehr angenehm und bot eine wunderbare Aussicht bei Start und Landung. Angekommen, schnell das Gepäck abgeholt und danach ging es zum Flughafenbus, der uns nach Kagoshima bringen sollte. Für den Bus musste man am Automaten ein Ticket kaufen. Hier sollte man beachten, nicht nur die Quittung mitzunehmen, sondern auch das Ticket selbst! Das hatte ich nämlich verpeilt, was ich erst kurz vorm Einsteigen durch meine Mitreisenden erfahren habe. Also schnell noch einmal zum Automaten und hoffen, dass das Ticket noch dort liegt. Dem war aber nicht so. Gerade wollte ich Geld rausholen, um das Ticket noch einmal neu zu kaufen, als mir eine Frau am Schalter zuwinkt. Es stellt sich heraus, dass in Japan tatsächlich nichts wegkommt: jemand hat das Ticket gefunden und am Schalter abgegeben!
So konnte ich die Busfahrt dann auch genießen. Sie führte uns über die Autobahn entlang ein kleineren japanischen Ortschaften vorbei und an malerischer und atemberaubender Natur. 
Im Zentrum von Kagoshima angekommen, fiel gleich das große Riesenrad auf, das auf dem Dach des Einkaufszentrums thront. Im Hotel angekommen wurden dann die Zimmerkarten verteilt. Die Zweiergrüppchen konnten heute nun auch endlich zusammen in einem Zimmer schlafen. Und noch ein wichtiger Tagespunkt war auch das Waschen der Wäsche, was im Hotel problemlos möglich ist. Wenn natürlich alle die gleiche Idee zur selben Zeit haben, wird sich zur Not auch mal eine Maschine geteilt. 
Ein Teil der Gruppe traf sich abends um zusammen essen zu gehen und die Zeit sinnvoll zu nutzen, in der die Wäsche im Trockner ist. Wir sind zu dem Einkaufszentrum mit dem Riesenrad gegangen und sind dem Rat von Koyama-san gefolgt und haben die oberen Etagen, wo es etwas gehobenere Lokalitäten geben sollte als im Erdgeschoss, aufgesucht. Nach kurzem Beraten sind wir in ein Lokal gegangen, das laut Google "Pferd" übersetzt heißt.
Pferdefleisch gab es dort aber nicht zu essen, zumindest nachdem, was wir der Speisekarte mit Hilfe von Übersetzungen am Handy entnehmen konnten. Am Tisch gab es ein Tablet, mit dem man per Fingertipp auswählen und bestellen kann. Also ist das Tablet einmal reihum gegangen und jeder hat mit Handy in der Hand versucht etwas für sich zu finden. Letztendlich hat jeder etwas bestellt und nach und nach kamen auch die einzelnen Schälchen, Tellerchen und Tablettes mit vielen leckeren Köstlichkeiten auf den Tisch. Das Essen in Japan hat mich bisher sehr überzeugt. Ich habe mittlerweile keine Hoffnung mehr, durch das viele Laufen auf der Reise das ein oder andere Kilo abnehmen zu können :)
 Nach dem wirklich leckeren Essen hat sich die Gruppe dann aufgeteilt. Sake und Süßigkeiten waren noch im Gespräch. Ich bin allerdings zurück ins Hotel diesen Bericht schreiben. Ach ja, da war noch was: die Wäsche im Trockner!
Melanie aus Dresden
(das 1.Mal dabei und absolut begeistert)

 



Tag 4:

So 30.03.

 Tokio

 

Unser dritter voller Tag in Tokyo beginnt mit dem obligatorischen Frühstück im Toyoko Inn Hotel. Die verschiedenen Essenskomponenten, die von Tag zu Tag variieren, decken dabei jede Geschmacksrichtung ab. Ob süß, salzig oder herzhaft - hier ist für jeden was dabei. Die einzige konstante dabei ist die Suppe. Dabei gilt es zwischen traditioneller Miso, westlicher Minestrone oder einer bisher noch nicht entzifferten Suppe zu wählen.

Weil heute explizit ein freiwilliges Programm anstand, schrumpfte die Gruppe um Koyama auf 6 Leute sowie ihm selbst. Der „harte Kern“ machte sich inklusive mir gegen 9 Uhr auf Richtung Odaiba. Dabei führte uns der Weg mit einem führerlosen Zug über die Rainbow Bridge - einem Wahrzeichen Tokyos. Wie wir von Shoji erfuhren, wurde die Odaiba Insel künstlich auf Grundlage von Schutt angelegt, nachdem man merkte, dass der Platz in Tokyo für die Menge an Menschen zu klein wurde.
Doch auch der zugrundeliegende Schutt trübte das Gesamtbild des kleinen Naherholungsgebiet nicht. Mit einem Strand und weitläufigen, offenen Räumen bietet Odaiba zum ansonsten hektischen Tokyo einen angenehmen Kontrast. Die stündlich besser werdende Wetterlage stimmte dem zu.
Nach einen kurzen Stopp inklusive Trinkpause an einem kleinen Imbiss, führte uns der Weg zum nächsten Bahnhof an zarten Kirschblütenbläumen und der New Yorker Freiheitsstatue vorbei - letztere in etwas verkleinerter Form.

Wieder im Zug ging es zum zweiten Wahrzeichen des Tages: die Shibuya Kreuzung. Eine beliebte Szenerie aus PC-Spielen und Filmen wurde auf einmal Realität. Tausende von Menschen wechselten mit dem Wechsel zur grünen Fußgängerampel die Straßenseite. Ein etwas unwirklicher Anblick, wenn man das Geschehen doch bisher nur aus fiktiven Medien kannte.
Doch damit war noch lange nicht das komplette Potenzial des Orts ausgeschöpft: neben dem Verkehrsschwerpunkt steht nämlich die Statue des Hundes Hachiko direkt vor dem Bahnhof. Hachiko, der treue Hund, der eines Tages vergebens auf die Rückkehr seines Herrchens wartete, war ein absoluter HotSpot für Fotos. Die Chance ließen wir uns natürlich nicht entgegen. Und so kämpften wir uns in die vordere Reihe der Menschentraube, um ein Gruppenfoto zu schießen.

Überwältigt von dem Geschehen hatten wir im Anschluss knapp 75 Minuten Zeit unsere Kraftreserven mittels Nahrungsaufnahme aufzufüllen. Da zuvor der Wunsch nach Gyoza aus der Gruppe kam, suchte Marco dankenswerterweise einen etwas versteckten „Osho no Gyoza“ heraus. Eine Kette, die Stammgäste sicherlich zumindest aus Osaka kennen. Wir gingen also geschlossen als Gruppe in eben jenes Lokal. Die Tatsache, das Koyama selber als Japanprofi ebenfalls unabhängig die Lokalität aufsuchte, schien zu bestätigen, dass die Wahl dabei goldrichtig war.

Nach dem Verzehr der vorzüglichen Gyoza ging es weiter Richtung Shinjuku, einem bekannten Vergnügungsviertel.
In Shinjuku begrüßte uns neben einer riesigen Katze, die scheinbar von einem Haus herunter schaute auch der berühmt berüchtigte Godzilla.
Bunt, grell und laut trifft den Ort ganz gut.
Die Tatsache, dass wir mitten in der Hanami (Kirschblüten) Zeit waren, tat ihr übriges, dass Tokyo speziell an solchen Hotspots aus allen Nähten platzte.
Wer bereits die ein oder andere Koyama Reise mitgemacht hat, wird den Unterschied deutlich bemerken. Für mich persönlich war es ein Tick zuviel Trubel, weshalb ich ganz glücklich war, als wir nach kurzer Verzögerung im Tagesablauf zum nächsten Ort gewechselt sind.
In Ichigaya war die Situation wieder gut überschaubar. Die Sonne, die mittlerweile sämtliche Wolken verdrängt hatte, sorgte dabei für eine angenehme Wärme.
Wir kamen vom entsprechenden Bahnhof nach etwa 10 Minuten Fußweg an unserem Zielort an. Den Yasukuni-Schrein.
Der Schrein, der die Geister der im zweiten Weltkrieg verstorbenen Staatsdiener Japans beherbergt, sorgte in der Vergangenheit für die ein oder andere Kontroverse. Diese mündeten nicht zuletzt in Vandalismus (dessen Schaden glücklicherweise behoben werden konnte), wie uns Koyama mitteilte.
Unabhängig davon ist der Schrein aber sehr schön angelegt und ein Besuch wert.

Nach dem Yasukuni-Schrein endete der offizielle Teil des freiwilligen Programms. Marco und ich setzten uns jedoch auf dem Rückweg zum Hotel von der Gruppe ab, um ein Sento aufzusuchen. Ein Sento ist ein traditionelles Badehaus, wie es sie zuhauf in Japan gibt.
Als eher schüchterne Person fiel es mir nicht leicht, eine solche Einrichtung zu besuchen, fällt man als Ausländer zwischen den ganzen Japanern schnell auf. Die Tatsache, dass der menschliche Umgang in einem Sento geschlechtergetrennt vollkommend nackt erfolgt, machte die Gesamtisituation nicht leichter.
Um so froher war ich, dass ich nicht alleine dort war und Marco mich dorthin führte. Alles in allem war es letztlich eine Supererfahrung. Und die vom Tag geschundenen Füßen haben es auch gedankt.

Mit dem Bus, der einer beinahe Kollision entgangen ist (der Autofahrer schien nicht mehr ganz bei sich zu sein) und dies mit seltenem Hupen quittierte, ging es nach einem kurzen Abstecher im Konbini zwecks Abendbrotversorgung zurück ins Hotel. Dort endete der Tag mit einem leckeren Tetrapäkchen Sake auf dem Hotelzimmer.

 

Jonas W. (aus Zossen, zum 3. Mal dabei)



Tag 3:

Sa 29.03.

Tokio

Tag 3.

 

Am Tag 3 konnte der Regen die Faszination von Tokio nicht verderben. Grauer Himmel, kühler nasser Wind und immer wieder aufkommende stärkere Schauer hatten keine Möglichkeit: Tokio hat uns mit seiner so vielseitigen Schönheit beeindruckt.

 

Wir starteten morgens von unserem Hotel in Richtung Shibuya zum shintoistischen Meiji-Schrein. Die meisten von uns sind am Vorabend erschöpft früh eingeschlafen und hatten so quasi nach 10 - 12 Stunden Schlaf die Anreise mit der Zeitverschiebung ausgeglichen. Schnell und einfach erreichten wir per Metro den Park, in dem der Schrein liegt.

 

Durch einen beeindruckenden Torii überschritten wir die Grenze und traten in eine wunderschöne Welt ein. Im Kern liegt nicht nur der bedeutende Schrein an sich, auch die ganze Anlage mit ihren Kupferdächern und Lorbeerbäumen  hinterlassen einen starken Eindruck. Wir konnten hier ein wenig freie Zeit verbringen und z.B. Glücksbringer kaufen, zufällig eine Hochzeitsgesellschaft bewundern und den Park weiter entdecken.

 

Im Anschluss ging es zum Kaiserpalast. Auf dem Weg dorthin durchquerten wir moderne Büroviertel und tolle Parkanlagen, immer begleitet von interessanten Geschichten, die uns Koyama-san erzählte.

 

Mittags ging es weiter in das Viertel Ginza und den Ameyoko-Markt. Hier änderten sich die Eindrücke: von Luxusgeschäften bis hin zu kleinen Imbissen und überall viele Menschen, die unterwegs waren (klar, es ist Samstag). Hier machten wir Mittagspause und konnten so auf eigene Faust erkunden und etwas passendes finden.

 

Nachdem wir alle wieder gestärkt waren, ging es weiter und wir kamen zu einem riesigen Kaufhaus (beim Mitsukoshi-Löwen). Noch mehr Menschen, noch mehr Angebote, noch mehr Eindrücke. Aber hier, wie auch auf all den anderen Stationen oder auch in der Metro, erfüllten sich im positiven Sinne japanische Klischees: die Japaner sind freundlich, korrekt, höflich, diszipliniert. Alles funktioniert, alle bleiben entspannt. Wunderbar...

 

Weiter ging es nun zum Park in Ueno. Wieder fanden wir wunderschöne Kirschblütenbäume. Zusätzlich luden verschiedene Stände zum kulinarischen Ausprobieren ein. Geheimtipp: Baby Castella.

 

Danach erforschten wir noch Seitenstraßen mit ihren vielen kleinen und bunten Geschäften bis sich die Gruppe aufteilte und so individuell je nach Interessen die zahlreichen Möglichkeiten und Schönheiten Tokios erkundete. 

 

Zufrieden kamen wir nach einer riesigen Portion Ramen und Bier ins Hotel und freuen uns, dass es zum Glück erst der 3. Tag war... somit bleiben uns noch viele weitere. 

 

 

Chris (Bech, Luxemburg)

 



Tag 2:

Fr 28.03.

 

Tokio

28.03. 2025 A-SP

 

Tag 1: München – Tokio

 

Nach unserer individuellen Anreise treffen wir uns alle zum ersten Mal am Gate für den Flug nach Tokio. Ein bisschen kennenlernen, erste Gespräche – jetzt weiß man grob, mit wem man die nächsten drei Wochen unterwegs sein wird.

 

Dann geht’s los: 12,5 Stunden Flug liegen vor uns. Je nachdem, wie gut man im Flieger schlafen konnte, kommt man mehr oder weniger erholt, morgens um 9 Uhr in Tokio an.

 

Nach der Einreise und ein bisschen Bürokratie warteten wir auch schon auf den Zug, der uns gemeinsam ins Hotel bringt.

 

Dort gibt’s die erste Gelegenheit, sich ein landestypisches Mittagessen ganz nach Geschmack zu gönnen – und dann geht’s los zum ersten Erkundungstrip!

 

Auf dem Programm steht eine kleine Besichtigung von Asakusa. Wir werfen einen ersten Blick auf den berühmten Skytree und entdecken auch schon die ersten Kirschblüten der Reise.

 

Zum Abschluss besuchen wir den Senso-ji – ein wunderschöner buddhistischer Tempel, der nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Hier wird’s zum ersten Mal ein bisschen enger: Kein Wunder, auch viele andere Menschen sind heute in Tokio unterwegs.

 

Nach zwei ziemlich langen Tagen (inklusive Zeitverschiebung) hatte man nun die Wahl: Noch allein losziehen und weiter die Stadt erkunden – oder sich mit frischer Beute aus dem Conbini gemütlich ins Hotel zurückziehen.

 

Gruß Robert K. aus Schmölln (zum 2. Mal dabei)



Tag 1:

Do 27.03.

München -> Tokio